Das Manfrotto befree Stativ

Wer mich kennt, weiß, das ich eigentlich kein Freund von Stativen bin und sie bislang nur ungern verwendet habe. In diesem Beitrag möchte ich euch erklären warum das bislang so war und warum sich dies jetzt etwas geändert hat.

Bis lang war es immer so, dass mir die meisten Stativ, so auch mein altes Cullmann Magnesit, zu groß und zu schwer waren. Damit verbunden war dann auch immer ein kompliziertes handling, da man das Stativ zwar außen am Rucksack festmachen konnte, dies aber sehr akribisch machen musste, da es sonst nach wenigen Metern das „baumeln“ am Rucksack anfing. Somit musste ich bei jedem Einsatz den Rucksack abziehen, das Stativ abpfriemeln, aufbauen und dann wieder nach seinem Einsatz aufwendig am Rucksack befestigen. Ein Krampf und einfach nicht meins. Bei mir muss es schnell und unkompliziert gehen und am besten muss ich dabei nicht jedes mal meinen Rucksack abziehen. Denn wenn ich unterwegs bin, bin ich unterwegs und wechsel doch sehr oft meinen Standort. Und natürlich faul wie ich bin, möchte ich mein Stativ nicht ständig in den Händen hin und her tragen. Gerade in den Bergen und unwegsamen Gelände auch nicht gerade von Vorteil.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Begleiter gemacht. Im Internet finden sich viele verschiedene Modelle, gerade im Bereich der „Reisestative“. Damit euch ggf. die Suche etwas leichter fällt, möchte ich euch hier nun mein Suchergebnis vorstellen. Problem bei den meisten Reisestativen war die Qualität und Stabilität, die nach den meisten Rezensionen zu wünschen übrig ließ. Somit fiel die Wahl bei mir ziemlich schnell auf das Manfrotto befree. Wie der Name schon sagt „sei frei“ – genau das was ich gesucht habe.

Das befree ist in zwei verschieden Modellen erhältlich. Karbon oder Aluminium. Ich habe mich für die zweite Variante, der Aluminiumausführung, entschieden. Zwar ist mir das Gewicht auch wichtig, aber mir geht es auch nicht um das allerletzte Gramm. Zudem kostet die Karbonausführung mit 250,00 Euro fast das doppelte. Da schleppe ich doch gerne 300 Gramm mehr mit mir rum. Um genau zu sein 1,4 Kilogramm, was ja immer noch ziemlich leicht in meinen Augen ist.

Das befree wird mit einem relativ kleinen Kugelkopf ausgeliefert. Der zwar für die meisten Einsatzzwecke ausreichend ist, mir persönlich aber etwas zu wenig Tragkraft hatte und leider für Panoramas nur bedingt verwendet werden konnte. Daher habe ich diesen recht schnell durch den XPROball head ersetzt. Nun kann ich das Stativ zwar nicht mehr minimal klein packen, aber das brauche ich ja nicht, da es ja bei mir, wie gesagt, immer schnell gehen muss und ich das Stativ eh außen am Rucksack trage.

Auf diesem Bild seht ihr das befree mit dem Standardkugelkopf in Minimalstellung (rund 42cm). Hierbei werden die Stativbeine einmal komplett umgeklappt und die Mittelsäule nach unten gezogen.

Der XPROball Head hat gleich mehrere Vorteile im Vergleich zum mitgelieferten Kugelkopf. Er hat erstens eine deutlich höhere Tragkraft, welche ich z.B. mit dem 70-200mm benötige. Zweitens lässt sich der Widerstand an einem separaten Regler einstellen und bietet dadurch die Möglichkeit den Kopf genau auf das Kameragewicht anzupassen. Somit kann die Kamera wesentlich besser auf dem Stativ ausgerichtet werden. Und der für mich wichtigste Punkt, der XPro lässt sich um 360 Grad separat auf dem Stativ drehen. Gerade wenn man mal ein Panorama aufnehmen möchte eine sehr wichtige Funktion.

Die Beine lassen sich in zwei verschiedenen Winkel einstellen. Die Gesamthöhe ist zwar mit 142 cm nicht wahnsinnig hoch aber für meine Einsatzzwecke vollkommen ausreichende, da ich in der Landschaftsfotografie meistens eh sehr knapp über dem Boden fotografiere.

Mein Fazit:
Ich nutze das Manfrotto befree nun über ein Jahr lang und bin immer noch sehr zufrieden mit ihm. Es ist leicht, lässt sich super schnell auf- und abbauen, nimmt wenig Platz in Anspruch und besitzt trotz seines geringen Gewichts eine hohe Stabilität. In der Landschaftsfotografie ist es zu einem perfekten Begleiter für mich geworden und ich nutze es echt total gerne. Ich kann es nur jeden weiterempfehlen der auf der Suche nach einem leichten und unkompliziert Stativ ist.

Zum Abschluss noch das Produktvideo von Manfrotto, welches mich letztendlich zum Kauf verführt hatte. :)

Über den Autor:
Mein Name ist Patrik Spiesecke. Die Fotografie begleitet mich schon seit sehr vielen Jahren und wurde immer mehr zur Leidenschaft für mich. Sie regt einen zum verreisen an und lässt einen wunderbar entspannend. Um meine Erfahrungen mit der Welt zu teilen, habe ich irgendwann auch noch das bloggen für mich entdeckt.


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