Patrik Spiesecke // Fotografie & Blog

Eine neue Linse – Das Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM

Nach vielem Hin und Her, habe ich mich nun endlich entscheiden können. Das Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM hat letztlich in meinem persönlichen „Entscheidungsprozess“ gesiegt. Aber leicht ist mir die Entscheidung zwischen SIGMA, TAMRON und CANON nicht gefallen. Nicht nur alleine der Preis spielt eine große Rolle, sondern natürlich auch die vielen kleinen Dinge drum Rum. Damit es euch vllt. etwas einfach fällt einen Entscheidung zutreffen, habe ich hier mal meine Punkte zur Entscheidungshilfe zusammen getragen. Betonung liegt eindeutig auf „Entscheidungshilfe“, es soll kein Testurteil sein. :)

Eins sei gleich an dieser Stelle gesagt, die richtige Meinung gibt es bei dem Thema wohl nicht. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm wichtig ist!

Canon EF 70-200mm f2.8L IS mark II USM 3

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Canon EF 70-200mm f2.8L IS mark II USM 2

Robustheit
Genau wie meine Canon 7D, ist auch das Canon 70-200mm für den Einsatz im Freien konzipiert. Gerade für meine Einsatzzwecke ein wichtiges Kaufkriterium. Das Canon 70-200mm ist das einzige der drei Objektive, welche gegen Staub und Wasser geschützt ist. Ob das nun die knapp 1000 € mehr rechtfertigen ist zwar fraglich aber für mich doch ein sehr wichtiger Punkt, da ich es ja hauptsächlich auch auf langen Touren im Freiem einsetzen werde! Und Zitat: „Das Ding ist wie ein Panzer“ – und genau so schwer!

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Canon EF 70-200mm f2.8L IS mark II USM 4

Bildqualität
Schaut man sich diverse YouTube-Videos an, weiß man am Ende gar nicht mehr, was nun stimmt. So ging es mir zu mindest. Zum Glück habe ich am Ende eine Seite gefunden, auf der man die Bildqualität der einzelnen Objektive super vergleichen kann. Letztlich hat auch hier das Canon, wie ich finde, die Nase deutlich vorne!

Hier mal der Vergleich zwischen Canon und dem Tamron (the-digital-picture.com). Ihr könnt ja selbst etwas damit rum spielen. Kann nur sagen das meine Ergebnisse mit dem Canon genau so aussehen wie dort.

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Canon EF 70-200mm f2.8L IS mark II USM 5

Der Autofokus
Da ich viel und gerne Tiere in Aktion in der freier Natur fotografiere, war natürlich auch ein wichtiger Punkt – der Autofokus (AF). Klar, das als erstes Motiv, zum Test des AFs, Pakuna herhalten musste. Aber ich denke er hatte sichtlich seinen Spaß dabei. Ich war überrascht als ich die Bildergebnisse am iPad ansah. Fast bei 90% der Bilder sahs der AF perfekt. Klar etwas Ausschuss hat man immer, was aber wohl mehr am Fotografen, bzw. auch am Motiv liegt. Gerade auf der Wiese mit dem hohen Gras und Pakunas schnellen Bewegung war ich über die Endergebnisse erstaunt. Trotz viel Lob über den AF im Internet, hätte ich damit nicht gerechnet.

Beide Bilder sind mit einer Blende 4 und einer ISO von 1000 gemacht. Die Verschlusszeit lag bei 1/400 und 1/640, eigentlich etwas langsam bei den Bewegungen, aber das Licht hatte nicht ganz so mit gespielt.

Pakuna in Schweden

Pakuna in Schweden 2

Unschlagbar für Portraits
Gerade hier können die 70-200mm Objektive zuschlagen. Wobei nach eigenem empfinden auch hier das Canon immer einen Tick vorne liegt, was die Schärfe und das Bokeh angeht. Hier mal ein Foto von meiner Freundin und zwei Aufnahmen von Marlon. Danke, das ihr als Model zur Verfügung standet.

Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM - Portrait

Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM - Portrait 2

Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM - Portrait 3

Persönliches Empfinden
Klar, es spielt immer eine Rolle, welche Erfahrungen man gemacht hat. Ich selber habe z.B. nicht so gute Erfahrungen mit einem Tamron gemacht, daher kam es wohl von Anfang an nicht unbedingt in die engere Wahl. Mit SIGMA z.B. dem 180mm Makro habe ich nur absolute top Erfahrungen machen können. Dennoch haben mich hier die anderen Testergebnisse vom SIGMA 70-200 abgehalten. Letztlich wollte ich doch auf das Flaggschiff von Canon springen, auch wenn das heißt tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Bis lang habe ich diese Entscheidung nicht bereut.

Habt ihr Erfahrungen gemacht? Wenn ja, welche? Würde mich doch sehr interessieren. Schreibt Sie mir doch in die Kommentare.

Canon EF 70-200mm f2.8L IS mark II USM 1

Fazit
Überlegt euch gut die knapp 1000 € mehr auszugeben, seit ihr aber oft und bei nicht immer top Bedingungen unterwegs (Raues Umfeld), dann kann ich euch nur das Canon ans Herz legen! Und klar, alle drei Objektiv wollen genutzt werden, denn selbst 900 € für das SIGMA sind nicht wenig!!!

Über den Autor:
Mein Name ist Patrik Spiesecke. Die Fotografie begleitet mich schon seit sehr vielen Jahren und wurde immer mehr zur Leidenschaft für mich. Sie regt einen zum verreisen an und lässt einen wunderbar entspannend. Um meine Erfahrungen mit der Welt zu teilen, habe ich irgendwann auch noch das bloggen für mich entdeckt.


5 Kommentare:

  1. Lilli H.
    April 22, 2015
    Reply

    Ich konnte mir leider „nur“ das 70-200mm f/4L leisten, aber selbst damit bin ich schon hoch zufrieden. Wenn ich allerdings das 2.8 sehe, werde ich schon immer etwas neidisch und ärgere mich etwas das ich nicht länger gespart habe.

    Wollen wir nicht tauschen?

    Gruß Lilli

  2. Hans S.
    Juli 23, 2015
    Reply

    Nach sehr vielen Nächten und Vergleiche im Internet (auch dieser Bericht hier), habe ich mich nun durchgerungen: es muss das f2.8 IS II USM sein! Was meine Entscheidung letztendlich ausmachte war:
    1. man kauft nicht alle Jahre ein Objektiv
    2. nachdem ich mir schon die 5D Mark iii zugelegt habe möchte ich auch das optimale rausholen, das wäre ungef. so wie mit Ferrari auf Feldwegen zu fahren
    3. es eine sehr gute Ergänzung zu meinem 24-105mm L f4 ist
    4. ich sehr viel Tierfotografie und Portrait mache
    LG Hans

  3. Peter W.
    November 28, 2015
    Reply

    Auch ich habe eine ganze Weile überlegt, ob es das teure Objektiv sein muss. Da ich aber dazu neige, keine Kompromisse einzugehen, ist es letztendlich das 70-200 für knappe 1800€ geworden. Schon nach den ersten Aufnahmen, die ich am Düsseldorfer Flughafen gemacht habe, wo eigentlich das Freistellungspotenzial der Offenblende gar nicht erforderlich ist, bin ich von der Abbildungsleistung dieses Objektivs wirklich begeistert. Auch der Autofokus arbeitet treffsicher. Tests für alle anderen fotografischen Situationen stehen noch aus, aber sämtliche Reviews lassen hier nur Gutes erwarten. Wer das geforderte Geld hat, sollte hier zuschlagen. Das Gewicht stört mich persönlich beim Fotoequipment überhaupt nicht. Aus Sicht des Handlings sehe ich darin eher einen Vorteil. Einziger Nachteil ist die zu flache Stativschelle, die es nicht erlaubt, das Gespann Kamera/Objektiv an selbiger zu tragen. Man bekommt keinen Finger dazwischen.

    • Gert Kroll
      Juni 13, 2016
      Reply

      Hallo Peter,
      zu Deinem Beitrag bezogen auf die Stativschelle,habe ich mir einfach einen runden Alugriff mit einer 1/4″ Aufnahme angefertigt.
      So hat man die ganze “ Kameraeinheit “ sauber im Griff,und man löst die Schelle insoweit,dass man die Kamera blitzschnell von Hoch auf Querformat drehen kann.
      HG

      • Patrik Spiesecke
        Juli 22, 2016
        Reply

        Gute Idee Gert, evtl. magst du uns ja mal ein Foto davon zeigen :)


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