Patrik Spiesecke // Fotografie & Blog

Eine Reise durch Lappland – Teil #3

Im dritten Teil „Eine Reise durch Lappland“ möchte ich nun endlich meine Geschichte weiter erzählen. So wie es aussieht, wird es auch noch einen vierten und fünften Teil geben. Diese werde ich dann im Laufe der nächsten zwei Monate veröffentlichen.

Tag 6: Eisige Nacht und ein kurzer Weg!

Die Nacht auf dem Hochplateau war wohl die bis lang kälteste. Dies bekam ich direkt am Morgen zu spüren, als ich einen Schluck von meinem Wasser trinken wollte. Ich hatte meine Wasserflasche nicht ins Zelt gelegt, sondern zwischen der Zeltaußenwand und dem Innenzelt deponiert. Scheinbar waren die Temperaturen doch schon weit unter 0 Grad gefallen, so dass ein Teil des Wassers gefroren war.

Sarek-Nationalpark-September-2014-Zelt-Fuesse

Zum Glück lachte uns diesen Morgen die Sonne an, so dass es zwar draußen immer noch sehr kalt war, aber die Sonnenstrahlen einem das Gefühl von Wärme auf der Haut suggerierten. Warum wir gerade diesen Morgen auf die Idee kamen, uns die Haare zu waschen, weiß ich nicht mehr genau. Die Idee an sich war ja nicht schlecht, aber gerade an diesem Morgen doch sehr dumm! Das Wasser auf der Kopfhaut war so unfassbar kalt, dass sich diese vor Schreck zusammen zog! Auf die Idee, das Wasser evtl. etwas über dem Gaskocher zu erhitzen, kamen wir allerdings erst, als wir schon wieder im Zelt beim Frühstücken saßen.

Sarek-Nationalpark-September-2014-Steinmaenchen

Nach dem Frühstück verweilten wir noch eine Weile an unserem Platz und ich nutzte die Zeit, um mich auch mal als Steinmännchenbauer zu versuchen. Zugegeben, kein sehr guter Versuch. Dafür finde ich das Foto was danach entstanden ist umso schöner. Langsam packten wir unsere Sachen zusammen, denn der heutige Weg sollte nicht so lang werden wie die Tage zuvor. Heute wollten wir es mal entspannt angehen. Es lagen rund 7 Kilometer Strecke vor uns. Hauptsächlich ging es über kleinere Steinfelder und über die gewohnten Heidefelder. Hin und wieder kreuzten kleine Bäche unseren Weg. Die aber allesamt kein Hindernis für uns darstellten. In einigen kleinen Schluchten gab es sogar jetzt im Spätsommer noch kleine Eisbrücken, die wir uns aber nicht mehr wagten zu überqueren. Auf dem Bild könnt ihr im Hintergrund eine erkennen. Sieht nicht mehr ganz so sicher aus, oder!?

Eisbrücke im Sarek

new water for my bottle_KL

Schon gegen 15:30 endete heute unsere Reise und wir schlugen unser Lager an einem kleinen Bach auf. Es tat gut mal rechtzeitig einen Platz zu finden und alles etwas ruhiger angehen zu können. Wir waren wohl auch nicht die Ersten, die an dieser Stelle ihr Zelt aufstellten. Der Platz war sehr eben und eine kleine Lagerfeuerstelle war auch eingerichtet. Eigentlich hatten wir es gemieden Feuer im Sarek zu machen, aber da es schon eine kleine Feuerstelle gab und wir noch viel Zeit hatten, sammelten wir etwas Holz am Rand der Baumgrenze auf.

Sarek-Nationalpark-September-2014-Zeltplatz im Sarek

Leider konnten wir nicht lange die Ruhe am kleinen Feuer genießen, denn wie so oft dieser Tage, wollte das Wetter nicht so richtig mitspielen. Es wurde nach und nach immer windiger und dicke Regenwolken zogen am Himmel auf. Die dann zum Glück doch bedrohlicher aussahen, als sie es in Wirklichkeit waren. So konnten wir dann doch noch in aller Ruhe unser Essen genießen, uns etwas am Feuer aufwärmen und uns dann gemütlich auf die Nacht vorbereiten.

Sarek-Nationalpark-September-2014-Hände-wärmen

Im Zelt planten wir dann auch noch unser weiteres Vorgehen. Gehen wir noch weiter oder brechen wir nun langsam wieder Richtung Kvikkjokk auf? Nach einer kurzen Beratungsrunde waren wir uns einig am nächsten Tag in Richtung Auto zu gehen. Da wir die Alternativroute die es noch gab nicht mehr in der verbleibenden Zeit schaffen würden. Dann lieber entspannt nach Hause fahren, mit ein bis zwei Zwischenstopps in Schweden, als wieder an einem Stück nach Deutschland zurück fahren zu müssen. Somit hatten wir natürlich auch gleich wieder einen Grund im nächsten Jahr noch mal zurück in der Sarek zu kommen.

Tag 7: Der letzte Tag im Sarek

Fortsetzung folgt…

Über den Autor:
Mein Name ist Patrik Spiesecke. Die Fotografie begleitet mich schon seit sehr vielen Jahren und wurde immer mehr zur Leidenschaft für mich. Sie regt einen zum verreisen an und lässt einen wunderbar entspannend. Um meine Erfahrungen mit der Welt zu teilen, habe ich irgendwann auch noch das bloggen für mich entdeckt.


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