Patrik Spiesecke // Fotografie & Blog

Für unterwegs – Das Canon EF-s 10-18mm STM

„Mit seiner kompakten und leichten Bauweise ist das Ultraweitwinkel EF-S Zoomobjektiv ideal für Reisen und verhilft zu beeindruckenden Panorama- und Architekturaufnahmen.“ – So preist Canon das EF-s 10-18mm Objektiv auf seiner Website an und so oder so ähnlich würde ich es sogar unterschreiben.

Ich nutze das EF-s 10-18mm nun gut ein Jahr und kann euch dem entsprechend ein Feedback über das kostengünstige Objektiv geben. Seit dem ich es im April letzten Jahres gekauft habe, ist es zu einem ständigen Begleiter von mir geworden. Zum Beispiel habe ich fast alle Bilder auf unserer Tour durch den Sarek Nationalpark mit ihm geschossen.

Auch wenn ich es bei fast jeder Tour dabei habe, sind wir nicht nur Freunde. Klar muss man bei ein paar Abstriche machen, was jetzt aber nicht heißen soll das es ein schlechtes Objektiv ist. Vllt. drückt es „Hassliebe“ am besten aus :)

Canon EF-s 10-18mm STM 1

Das Gewicht

Durch seine leichte und kompakte Bauweise ist es der perfekte Begleiter auf langen Touren bei denen man nicht viel Gepäck mit schleppen möchte. Laut meiner Küchenwaage kommt es mit Gegenlichtblende und Deckel auf nur 282 Gramm. Wiegt man zum Vergleich mal das EF-s 15-85mm Kit Objektiv, so bringt dies mit 599 Gramm und fast gleicher Baugröße über das doppelte auf die Waage.

Die Brennweite

Gerade bei Landschaftsaufnahmen kommen einen die 5mm mehr Brennweite zu Gute. So lassen sich z.B. mit 2-4 Bildern sehr weitwinklige Panoramen erstellen. Im Sarek habe ich diese z.B. auch immer aus der Hand geschossen, ohne am Ende Probleme damit zu haben.

Blende 8, die Sonne lacht

Die besten Ergebnisse habe ich dabei immer mit Blende 8 erzielt. Dies solltet ihr aber vorweg mal zu Hause testen. Einfach immer wieder den selben Bereich fotografieren und die Blenden durchschalten. Im Anschluss alle Bilder im Lightroom vergleichen – geht super!

Panorama - Sarek 1_kl

Autofokus

Der schnelle und leise Autofokus ist mir dann schon nicht mehr ganz so wichtig, da ich diesen in der Landschaftsfotografie nicht so wirklich nutze. Dafür gewöhnt man sich bei Innenaufnahmen sehr schnell daran. ABER ACHTUNG: Gerade hier solltet ihr bei Aufnahmen darauf achten, das alles was am Rand liegt, bei 10mm sehr stark verzehrt wird! Gerade Person können dann mal schnell 20 kg und mehr zunehmen.

Die Abbildungsqualität

ist der Punkt, der mich der Zeit, am meisten stört. Am Anfang war ich durchaus noch sehr begeistert von der Leistung, mittlerweile ist diese Begeisterung aber zurück gegangen. Ist wohl aber leider dem geschuldet, das ich der Zeit nur mit dem EF 50mm und dem 70-200mm fotografiere und die in Sachen Abbildungsqualität um Längen besser sind. Gerade bei detailreichen Motiven merkten man dies deutlich. Viele Strukturen und Zeichnungen kommen mit dem 10-18mm nicht mehr so gut zur Geltung und müssen später wieder raus gearbeitet werden. Gerade bei Ausdrucken nicht mehr so toll!

Die Lichtstärke

Auch hier muss man bei diesem Preis Abstriche machen. Bei einer Lichtstärke von 4.5-5.6 wird es im Innenbereich oft sehr eng. Dies stört mich gerade im Bereich Hochzeitsfotografie schon sehr, da man dies nur noch durch eine höhere Empfindlichkeit ausgleichen kann. In der Landschaftsfotografie ist dies eigentlich kein Problem.

IMG_6396_KL

Fazit

Das EF-s hat mir für den Preis eine lange Zeit vollkommen ausgereicht. Allerdings stoße ich persönlich so langsam an die Grenzen dieses Objektives. Gerade wenn es um qualitativ hochwertige Bilder geht, muss man mit ihm schon Abstriche machen. Daher wird es bei mir irgendwann einem Weitwinkel der L-Serie weichen müssen. Für all diejenigen, die ihre Bilder aber nur im Netz oder in kleinen Fotobüchern abbilden möchten, wird es sicherlich ein toller Wegbegleiter werden.

Über den Autor:
Mein Name ist Patrik Spiesecke. Die Fotografie begleitet mich schon seit sehr vielen Jahren und wurde immer mehr zur Leidenschaft für mich. Sie regt einen zum verreisen an und lässt einen wunderbar entspannend. Um meine Erfahrungen mit der Welt zu teilen, habe ich irgendwann auch noch das bloggen für mich entdeckt.


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